Tränen, die Perlen der Seele

Gedankentexte 90er collection


Wenn die kleinen Dinge

wieder eine

wunderbare Wichtigkeit

in der Welt bekommen -

das nenn`   ich Glück!


Vögel brauchen

keine Starterlaubnis zum Fliegen

sie tun es einfach

wann immer sie wollen

Berge haben Zeit

sie liegen an ihrem Platz

und werden niemals verreisen

Sie schauen sich die Gegend an

manchmal werden sie von ein paar Vögeln besucht

Wolken ziehen vorbei

weinen

oder die Sonne wärmt sie

der Wind streichelt sie

es gibt vieles um sie herum

das genügt um glücklich zu sein

Jahrein jahraus derselbe Ort

kein Fernweh

Sie sind zuhause

ganz ohne Frage


Verlorene Lebensfreude

das Leuchten in den Augen ist

betrübt

das Lachen im Herzen ist

verstummt

was bleibt

das graue bedrückende Trübsal

das stumpfe beklemmende Gefühl

das Bewusstsein

zu leben und doch schon

tot zu sein


Wie ein glasklarer

grünlich schimmernder See

liegt die Wahrheit still da

Sie ist vom tiefen

dunklen Grund

aufgetaucht

wo sie unmerklich

den Schlamm aufwühlte

aufstieg

und nun sichtbar

glitzernd auf der

Oberfläche des Gewässers

treibt

darauf wartend

erkannt zu werden

Nur die stummen Fisch

wissen um das Geschehen


Wie viele Tränen

dieser Raum schon gesehen haben mag?

Wie viele Klagen

dieser Raum schon gehört haben mag?

Wie oft fröhliches Lachen

diesen Raum schon hat erhellen lassen?

Wie oft Stille

diesen Raum schon erfüllt hat?

Wie voll an Erfahrungen und Erinnerungen

dieser Raum sein muss?

Ein wunderbarer Gedanke ein solcher Raum zu sein.


Es gibt Menschen

die kennen dich schon lange

die sprechen deine Sprache

kennen deine Worte

hören dir zu

verstehen dich

trotzdem nicht.

Und dann gibt es Menschen

die sehen dich nur an

verstehen kein einziges Wort

deiner Sprache

sie hören deine Stimme

in den nichtssagenden Worten -

die leisen Zwischentöne

deiner traurigen Seele

und sind dir so nah.


Die Gedanken

noch voll

von den Wellen

den Bergen

dem Wind

das Rauschen und Brausen des Meeres noch im Ohr

Sich selbst

alleine sitzend

am Felsen der Brandung

Gewaltige Eindrücke

gesammelt

für die Erinnerung.

Diese in den kommenden Alltag

hinüberzuretten

und eine zeitlang

sich lebendig zu halten

sich daran zu freuen

Den warmen Wind

auf der Haut zu spüren

während draußen der

Regen leise aus düsteren Wolken

gegen die Straßenbahnscheibe klopft


Der Bauch knurrt: "Ich kann nicht."

Das Herz pocht: "Ich will."

Der Kopf denkt: "Ich weiss nicht."

Und was tue ich?